Trainingsphilosophie

Einzellandesmeisterschaft 1997. Ich starte unerwartet gut mit drei Siegen und drei Remis in das Turnier, was nach 6 von 9 Runden schon den Klassenerhalt sichert. Noch vor der siebten Runde sprechen mich mehrere Spieler an, ob ich denn jetzt auch den Titel holen würde. Diese Anfragen verwirren mich, da ich mich mit der Möglichkeit, Landesmeister zu werden, überhaupt nicht befasst habe.

Das führt dazu, dass ich zur siebten Runde mit einigem inneren Druck antrete. Ich verliere alle drei übrigen Partien, zum Teil chancenlos. Eine bittere Erfahrung, wenn auch sehr lehrreich.

Zur Einzellandesmeisterschaft 1998 trete ich mit dem Ziel an, möglichst schnell den Klassenerhalt zu sichern und dann zu schauen, ob Richtung Titelkampf noch etwas geht.

Gleich in der ersten Runde kann ich mit Schwarz gegen einen der Titelfavoriten gewinnen (siehe Partie), was einigen Schwung für meinen Turnierverlauf bringt. Nachdem ich in der 6. Runde wieder mit Schwarz gegen den früheren Gehörlosen-Weltmeister gewinnen kann (siehe Partie), stehe ich plötzlich wieder mit 4,5 Punkten aus sechs Partien da, genau wie im Vorjahr.

Das Gefühl zu dieser wiedergekehrten Situation ist komplett anders. Ich habe nur noch den Titel als Ziel, keine Kompromisse. So starte ich in die siebte Runde viel souveräner als 1997 und “muss” mich mit einem Remis zufrieden geben. Ebenso geht die achte Runde aus. In der neunten Runde brauche ich mit den weißen Steinen nur noch ein Remis, was mir gefahrlos gelingt. Da ist er dann, der dritte Landesmeistertitel, nach einem A-Jugend-Titel und der Schnellschachlandesmeisterschaft 1996.


Diese Erfahrung und unzählige weitere Erlebnisse lasse ich in meinem Training mit
einfliessen. Mir ist es wichtig zu vermitteln…

– dass praktische Erfahrungen unersetzbar wichtig sind, weil Drucksituationen nicht simuliert werden können
– dass mentale Fitness Teil der Spielstärke ist
– dass Erfolg nicht ALLES ist, sondern Spaß im Vordergrund steht und das Lernen erleichtert
– dass Eigenmotivation der Grundmotor für die Steigerung der Spielstärke ist und dass eine kraftvolle Zielsetzung zur Eigenmotivation führt

Wenn das für Sie und ihr Kind interessant klingt, dann freue ich mich auf ihre Kontaktaufnahme.

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